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Abschied vom Sommer – Trilogie Teil 3

07.09.2018

Und jedem Abschied wohnt ein Zauber inne……..

Die letzten Spätsommertage im Revier, das 10 Jahre zur zweiten Heimat geworden ist. Klar,  Wehmut schwingt mit. Dann sitze ich vor zwei Tagen auf dem Hochsitz. Der Abend bricht herein, die aufheulenden Motoren der Motorräder beruhigen sich langsam, der Pendlerverkehr ebbt ab und plötzlich ist es völlig ruhig. Es ist so trocken, dass ich eine Maus im Wald hören sollte. Alles bleibt still. Drei Hasen leisten mir auf der Wiese Gesellschaft. Die Katze, die 50 Meter weiter auf Jagd ist, stört sie nicht. Man scheint sich zu kennen.

Dann ist er da, der Gedanke, der plötzlich alles leicht und beschwingt macht: Ich kann nichts festhalten und ich kann nichts mitnehmen. Wir kommen nackt und wir gehen nackt. Ich könnte mich noch ein weiteres Jahrzehnt vertraglich an das Revier binden, aber auch dann kämen diese Tage des Loslassens. Mir wird klar, dass ich so vieles in meinem Leben jetzt und gleich loslassen kann. Ich spüre keinen Schmerz sondern eine unglaubliche Erleichterung und Befreiung von Gepäck, das ich mir im Laufe der Jahre aufgeladen habe. Das mir auf den Rücken drückt und (Lebens)räume zustellt. Neues wartet. Ich bin neugierig auf das Leben und auch hungriger als früher danach. Denn das Bewusstsein steigt, dass die Zeit, die Gott mir schenkt, endlich ist. Wie drückte es Walter Jens aus: „Zum Leben gehört das Gefühl der Endlichkeit. Erst die Begrenztheit gibt einem den Impuls, den Tag zu nutzen.“

Jetzt geniesse ich erst einmal die Bilder aus dem Revier und rufe mir die schönen Augen-Blicke in Erinnerung.

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